Artikel über urgeschichtliche Denkmäler und den Förderverein, die in der Nordwest Zeitung erschienen sind
Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg)

Artikel vom  2.10., 28.9., 31.8. und 25.8.2010


Artikel vom  2.10.2010 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Rat bewilligt Ausgaben von 244.000 Euro
Die Machbarkeitsstudie fürs Kulturfoyer kostet 12,000 Euro. Es gab acht Gegenstimmen.
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Hude - Der Huder Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag Ausgaben in Höhe von insgesamt 244.000 Euro zugestimmt. Dickster Brocken ist die Sanierung des Regenwasserkanals im Bereich der Herderstraße, die mit 130.000 Euro veranschlagt ist und noch in diesem Jahr umgesetzt werden soll. Als erhöhten Zuschuss für den evangelischen Kindergarten „Regenbogeninsel“ wurden 70.000 Euro bewilligt. Dahinter verbergen sich Kosten für die Einrichtung einer Krippe und Abschlagszahlungen für laufende Betriebskosten. Für die Zahlung der Kreisumlage muss die Gemeinde Hude rund 21.000 Euro zusätzlich berappen. Darüber hinaus wurden 11.000 Euro zur Finanzierung der Laubsammelaktion zur Verfügung gestellt.

Einzig umstrittene Ausgabe war die Bewilligung von 12.000 Euro (denen ein Zuschuss in Höhe von 6000 Euro gegengerechnet wird) für eine Machbarkeitsstudie im Zusammenhang mit der Projektidee „Kulturfoyer“ im Klosterbezirk. Dagegen stimmten Nico Rettcher (SPD) und sieben CDU-Ratsmitglieder.


Artikel vom  28.9.2010 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Leader“ weist zwei Projekten den Weg
Förderung    Bei
Spielplatz-Umgestaltung und Machbarkeitsstudie fürs Kulturfoyer fließen Zuschüsse
Der Abenteuerspielplatz wird zu einem Treffpunkt für alle Generationen. Die Umgestaltung soll noch in diesem Jahr beginnen.
von Stephan Onnen

Hude - In der regionalen „Leader“-Arbeitsgruppe haben zwei Projekte der Gemeinde Hude Anklang gefunden: Auf Empfehlung des für den Landkreis Oldenburg sowie Twistringen und Bassum zuständigen Gremiums, das über die Verteilung von EU-Fördermitteln zur Stärkung des ländlichen Raumes entscheidet, sollen sowohl die Umgestaltung des „Abenteuerspielplatzes“ an der Jägerstraße als auch die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein „Natur- und Kulturfoyer“ im Klosterbezirk mit Zuschüssen bedacht werden.

12.600 Euro für Spielplatz
Für das Spielplatz-Projekt werden 12600 Euro in Aussicht gestellt, f
ür das „Natur- und Kulturfoyer“ 6000 Euro.
Der nächste Schritt wird sein, Angebote einzuholen und bei der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Oldenburg Anträge zu stellen. Dass nach dem Votum der „Leader“-Arbeitsgruppe Bewilligungsbescheide folgen, gilt als Formsache.
Was den Spielplatz angeht, so hofft Fachbereichsleiter Uwe Schubert darauf, dass noch in diesem Jahr mit der Umgestaltung begonnen werden kann. „Bis Ende Oktober wollen wir alles zusammen haben“, kündigt er an. Die Umsetzung der Planung wird mit 25.000 bis 30.000 Euro kalkuliert – das Geld steht im Haushalt bereit.

Kräutergarten und Fühlpfad
Aus dem bisherigen „Abenteuerspielplatz“ an der Jägerstraße, der seinem Namen indes kaum noch gerecht wird, soll ein „Spielplatz der Sinne“ und Treffpunkt für alle Generationen werden.
Das Konzept sieht vor, einen Ruheplatz zu schaffen und Elemente zu integrieren, die mit der Wahrnehmung zusammenhängen. „Neben den Spielgeräten soll es einen kleinen Kräutergarten, Klangelemente und einen Fühlpfad geben“, nennt Schubert einige Beispiele. Bei den Kindern beliebte Spielplatz-Elemente sollen ebenso erhalten bleiben wie der Bolzplatz und die Inlinerfläche.
Die Verwaltung hatte im Vorfeld den Kindergarten „Gänseblümchen“, die Grundschule Jägerstraße und die Seniorenvertretung der Gemeinde Hude an der Planung mitwirken lassen.

Bevor die Gemeinde die
Machbarbeitsstudie für das „Natur- und Kulturfoyer“ in Auftrag gibt, will sie das Gespräch mit allen Beteiligten im Klosterbezirk suchen. Dazu zählt Uwe Schubert neben der Familie von Witzleben auch den Verein der Klosterfreunde, die Kirchengemeinde, den Kulturverein „Impuls“ und die Klosterschänke.

Rat berät über Finanzierung
Ob die Gemeinde Hude ihrerseits Geld zur Finanzierung der Studie zur Verfügung stellt, entscheidet sich in der Sitzung an diesem Donnerstag, wenn der Rat über- und außerplanmäßige Ausgaben zu bewilligen hat.


Artikel vom  31.8.2010 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Fast alle Feuer und Flamme für Info-Center
Klosterbezirk     Ausschuss will Machbarkeitsstudie – CDU enthält sich
von Stephan Onnen

Hude - Für SPD-Ratsmitglied Peter Zwiener steht das Ergebnis jetzt schon fest: „Es wird machbar sein.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, soll diese Erkenntnis jetzt offiziell ermittelt werden. Der Sozialausschuss hat am Montagnachmittag auf Antrag seiner Vorsitzenden Anke Paradies (SPD) empfohlen, eine Machbarkeitsstudie für die Einrichtung eines „Natur- und Kulturfoyers“ im Klosterbezirk in Auftrag zu geben.
Der Idee, ein Info-Center als „Tor zur Wahrnehmung der Kultur- und Naturgeschichte Hudes“ zu errichten, könne man sich nicht verschließen, meinte Zwiener: „Das wäre gewiss etwas Tolles für Hude.“ Jörg Kreusel (fraktionslos) betonte die Wichtigkeit, Hudes „gute Stube“ weiterzuentwickeln.

„Steht Hude gut zu Gesicht“
Auch Marlies Pape (FDP) sagte zu, die Kosten für eine Machbarkeitsstudie „auf jeden Fall“ mittragen zu wollen. Das „Natur- und Kulturfoyer“ würde Hude gut zu Gesicht stehen, fand sie. Neben vielen Ausrufezeichen sah sie allerdings auch Fragezeichen. „Wir haben schon ein Projekt in der Schwebe“, gab Pape mit Blick auf das Museumszentrum „Kuhpol“ zu bedenken.
Daran erinnerte auch CDU-Ratsherr Friedrich Schnabel. Er regte an, zunächst mit allen Beteiligten, allen voran mit der Familie von Witzleben, vertiefende Gespräche zu führen, um die Realisierungschancen auszuloten. Das vom Leiter des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg, Dr. Mamoun Fansa, erarbeitete Grobkonzept bezeichnete Schnabel als „toll“. Gleichwohl enthielten sich Schnabel und seine CDU-Fraktionskollegen bei der Abstimmung über die Bewilligung der Haushaltsmittel für die Machbarkeitsstudie.
Die Kosten dieser Studie werden auf rund 10.000 Euro geschätzt. Allerdings hat die Gemeindeverwaltung schon geklärt, dass eine Bezuschussung nach dem Leader-Programm der Europäischen Union möglich ist, so dass die Gemeinde Hude nur 25 Prozent selber zu tragen hätte.
Das „Natur- und Kulturfoyer“ könnte gegenüber der Klosterruine auf dem vor der Friedhofserweiterungsfläche gelegenen Areal entstehen. Das Grundstück gehört der Gemeinde.

Kritik der Klosterfreunde
Gegen diese Standortwahl äußerte Gabriel Theermann, der 1. Vorsitzende der Huder Klosterfreunde, in der Einwohnerfragestunde des Ausschusses „große Bedenken“. Er bat die Gemeindeverwaltung, bevor die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird, einen Gesprächstermin mit den Klosterfreunden und der Eigentümerin des Klosterareals, Margaretha von Witzleben, anzuberaumen.
Das sagte Bürgermeister Axel Jahnz zu: „Eine Einbindung aller Beteiligten ist uns sehr wichtig.“ Und das Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist für ihn noch offen: „Es kann auch herauskommen, dass es nicht geht.“


Artikel vom 25.8.2010 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Klosterort soll mit Reizen nicht geizen
Info-Center als „Tor zur Wahrnehmung der Kultur- und Naturgeschichte Hudes“ geplant
Museumsdirektor Dr. Mamoun Fansa hat ein Konzept erstellt. Das in Frage kommende Grundstück gehört der Gemeinde.
von Stephan Onnen

Hude - Hude hat Reize, geizt damit aber noch zu sehr. Für Abhilfe könnte die Errichtung eines „Natur- und Kulturfoy­ers“ sorgen. Die Gemeindeverwaltung hat die Idee, ein Info-Center im Klosterbezirk zu schaffen, jetzt mit dem Leiter des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg, Dr. Mamoun Fansa, und dem Vizepräsidenten der Jade-Hochschule Oldenburg, Prof. Dr. Manfred Weisensee, erörtert – Ergebnis: Beide sind von der Überlegung angetan. Fansa hat sich bereit erklärt, ein Konzept zu erstellen

Jahnz: Ein echter Gewinn
„Die Idee gab es schon vor einigen Jahren, jetzt ist sie reif“, zeigt sich Bürgermeister Axel Jahnz überzeugt. Er ist zuversichtlich, dass das Projekt den „Erlebniswert“ in der Gemeinde Hude erhöhen und „ein echter Gewinn“ werden kann. Jahnz ist stolz darauf, dass es gelungen ist, eine Koryphäe wie Dr. Fansa ins Boot zu holen.
Mit dessen Konzept befasst sich am Montag, 30. August, der Sozialausschuss (ab 17 Uhr im Rathaus). Fansas Ideenskizze sieht vor, ein Info-Center als „Tor zur Wahrnehmung der Kultur- und Naturgeschichte“ Hudes zu installieren. Nach seiner Meinung haben zahlreiche Kultur- und Naturdenkmäler aus der Klostergemeinde („Vorzeigeobjekte“) bis jetzt noch nicht in vollem Umfang Eingang in die touristische Vermarktung gefunden. Sie seien „sehr geeignet“ für eine stärkere Präsenz in der Öffentlichkeit.
Aus Sicht der Verwaltung könnte das Info-Center gegenüber der Klosterruine auf dem vor der Friedhofserweiterungsfläche gelegenen Areal entstehen. Das etwa 2000 Quadratmeter große Grundstück gehört der Gemeinde.
Fansa schlägt vor, dass sich die Besucher in dem Foyer zunächst über die „Attraktion Klosterbezirk“ informieren können. Dem Museumsdirektor schweben unter anderem Multimedia-Stationen vor, an denen der Klosterbau und die Geschichte des Klosters ausführlich behandelt werden. Auch über das Naturschutzgebiet Hasbruch und Moorwege soll informiert werden. Fansa möchte so den Bogen von den Anfängen seit der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart schlagen.
Er regt eine Beschilderung des Ruinengeländes vor. Fürs Klostermuseum hält der Fachmann eine „völlig neue Konzeption“ vonnöten – selbstverständlich unter Einbeziehung des Vereins der Klosterfreunde. Auch Wassermühle, Remise, Wohnhaus und Klosterschänke sind Bestandteile von Fansas Konzept. „Es ist ausgesprochen wichtig, bereits bestehende Initiativen und vorhandenes Know-how zu bündeln“, betont der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung, Uwe Schubert.

Mönche wollen mitmachen
Als weiterer Kooperationspartner steht das Kloster Bochum-Stiepel bereit: Der Abt des dortigen Zisterzienserklosters ist bereit, an dem Projekt mitzuarbeiten, berichtete Schubert.

Um die Ideen zu konkretisieren, hält die Verwaltung es für sinnvoll, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Deren Kosten werden auf rund 10.000 Euro geschätzt, die nach dem Leader-Programm der Europäischen Union förderfähig wären.


zuletzt geändert am  2.10.10