Artikel über urgeschichtliche Denkmäler und den Förderverein, die in der Nordwest Zeitung erschienen sind
Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg)


Artikel vom  8.9.2010 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Verein verschnupft über die Versteppung
Natur Dötlinger monieren den Zustand der Heide bei Glaner Braut – Ortstermin am nächsten Mittwoch
Schon im April hatte der Bürger- und Heimatverein Kritik geübt. Seitdem habe sich nichts verbessert, moniert er.
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Dötlingen - Der Bürger- und Heimatverein Dötlingen lässt beim Thema „Heideflächen“ nicht locker. Schon im April 2010 hatte er moniert, dass rund um das bekannte Großsteingrab „Glaner Braut“ die Versteppung immer mehr zunehme und die Heide immer weniger werde. „Seit April 2010 haben keine Aktivitäten zur Verbesserung der Heideflächen stattgefunden“, moniert der Schriftführer des Bürger- und Heimatvereins, Frank Poppe.
Das Großsteingrab liegt auf dem Gebiet der Stadt Wildeshausen, ist aber für Wanderer auf dem Huntepadd ein beliebter Weg nach Dötlingen und nur einen „Steinwurf“ vom Dötlinger Gemeindegebiet entfernt.
Auf aktuellen Bildern ist zu sehen, dass die Heide weitgehend nur noch direkt am Großsteingrab blüht. „Der Zustand hat sich im letzten halben Jahr erheblich verschlechtert“, kritisiert der Dötinger Verein.
Bernd Lögering, Leiter der unteren Naturschutzbehörde, widerspricht dieser Einschätzung nicht. Zwar sei ein Teil der Schafherde vom Pestruper Gräberfeld zeitweise zur Glaner Braut gebracht worden, aber das habe wohl nicht den gewünschten Effekt gehabt. Zuständig für die Unterhaltung und Pflege der Glaner Braut ist das Forstamt Ahlhorn, da es sich um eine Fläche in Landesbesitz handelt. Am Mittwoch, 15. September, werde es einen Ortstermin von Landkreis und Forstamt geben, um „nach vernünftigen Lösungen zu suchen“. Denn eines betonte Lögering auch: „Heidepflege ist ein schwieriges Kapitel.“
Der Bürger- und Heimatverein erinnert in seiner Mitteilung daran, dass die vor langer Zeit noch teilweise zusammenhängenden Heideflächen von Ahlhorn und Dötlingen berühmt gewesen sein. Sie hätten Naturfreunde und Maler gleichsam angezogen. Poppe. „Heute sind nur noch Fragmente vorhanden. Eine Autobahnabfahrt Ahlhorner Heide und der Heideweg vom Ortsteil Busch ins Dorf Dötlingen weisen auf diese ehemals prägende Kulturlandschaft hin.“
Der Verein hält es für nicht nachvollziehbar, dass eine der letzten noch vorhandenen Heideflächen an dem Großsteingrab „Glaner Braut“ nicht mehr gepflegt werde.


Anmerkung des Webmasters:
Ich hatte am 31.8.10 einen Ortstermin an der Glaner Braut mit der Forstamtleiterin Frau Dörrie und dem zuständigen Förster Herrn Frese. Dabei ging es um eine mögliche Plegemaßnahme durch den Förderverein UZW direkt an den Gräbern, die zu der Zeit stark mit kleinen Birken bewachsen waren. Das Forstamt machte deutlich, dass in nächster Zeit Pflegemaßnahmen durch Jugendwaldeinsätze des Waldpädagogikzentrums Ahlhorn erfolgen sollen. Ein erster Einsatz hatte am 31.8. an der Glaner Braut bereits statgefunden. Auch andere Großsteingräber in Ahlhorn und Varnhorn waren durch Jugenwaldeinsätze im August vom Wildwuchs befreit worden. Das Forstamt nimmt seine Aufgaben also sehr wohl war.
Für die Glaner Braut sind weitere
Einsätze von Moorschnucken (Schafe) geplant. Danach müssen evtl. verbliebene Birken und Faulbäume manuell entfernt werden, was durch besagte Jugendwaldeinsätze geschehen soll.
Unter diesen Voraussetzungen verzichtet der Förderverein UZW auf die für September geplante Reinigungsaktion an der Glaner Braut.
Beim Ortstermin am 31.8. befand sich die Heide übrigens in recht gutem Zustand; vor den Gräbern war sie allerdings stark mit kleinen Birken und Faulbäumen durchsetzt. Ein großes Areal abseits der Gräber stand in voller Blüte.


zuletzt geändert am  8.9.10